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AG 60plus in 2018

16. Mai: Bedeutung der SPD-Region Mittelrhein


Rogers Restaurant an der Brucher Talsperre

Heute, am 16. Mai 2018, war es wieder so weit. Unsere AG traf sich in Rogers Restaurant am Brucher See. Zuerst konnten wir Lilo und Gerd Klockner aus Wipperfürth zu ihrem 80. Geburtstag herzlich gratulieren. Und Doris Heilmann aus Lindlar hatte im Vorfeld auch die emotionale Seite bedacht: für die beiden Geburtstagskinder war je ein Geschenk dabei.

Wir bearbeiteten heute zwei Schwerpunkte. Zum einen wies unser Vorsitzender Klaus Krebber darauf hin, dass für ihn die Bedeutung der SPD-Region Mittelrhein ungeklärt sei, weil die 4 SPD-Regionen Westliches Westfalen, Ostwestfalen-Lippe, Niederrhein und Mittelrhein als Nachfolger der früheren SPD-Bezirke lt. Satzung keine originären Organisationsebenen seien. Auf einer Versammlung der Region Mittelrhe wären neben Vorstandswahlen zwei Anträge aller Kreisverbände/Unterbezirke beschlossen worden, deren Inhalt und deren Zustandekommen im Oberbergischen Kreis wohl weitgehend undiskutiert geblieben seien. Bei uns waren heute Mitglieder aus sieben Ortsvereinen anwesend, die alle bekennen mussten, in keiner Weise in ihrem Ortsverein über diese Vorgänge informiert worden zu sein.

Klaus Krebber ließ sich durch Beschluss legitimieren, den Kreisverbandsvorsitzenden Thorsten Konzelmann schriftlich befragen zu können, ob es auf der Kreisverbandsebene eine Informationslücke geben würde.

Zum zweiten hielt Klaus Heilmann ein flammendes Plädoyer über die Zukunft der Menschheit im digitalen Zeitalter. Er führte allen Telefonbesitzern vor Augen, wie sehr man über dieses Gerät quasi mit allem, was man hat, bloßgestellt werden kann. Weiter zeigte er die Vernetzungsmöglichkeiten mit dem Fernseher, dem Smartphon oder Iphon auf. Die Konsequenz dieser Ausführungen kann nur sein: lernen, lernen, lernen!

Obwohl die Ausführungen von Klaus sicher Ängste ausgelöst haben, so war die Absicht von Klaus genau das Gegenteil: er wollte der Angst entgegen wirken und deutlich machen, wer sich damit befasst, muss keine Angst haben. Wir, die Zuhörerinnen und Zuhörer, mussten aber offen bekennen, dass wir noch viele Lehrstunden nötig haben, um zum Verständnis zu gelangen. Heinz Görlitz belegte an Beispielen, wie hilflos man auf der sogenannten Profi-Ebene den digitalen Erfordernissen noch gegenüber stehe. "Die sind doch unfähig, Befehle zu löschen," so Heinz Görlitz.

Ein wichtiger Hinweis auf unsere nächste Veranstaltung am 20. Juni 2018 um 14.30 Uhr in Rogers Restaurant am Brucher See in Marienheide. In einer Diskussionsveranstaltung mit dem Politikwissenschaftler und Historiker Dr. Siebo M. H. Janssen (Bonn) wollen wir über die Ursachen und Folgen der europäischen Krise diskutieren, aber auch mögliche Lösungsvorschläge erörtern. Das Thema der Veranstaltung:

Steht die Europäische Union vor dem Scheitern?

Nach den Wahlen in Italien, dem bevorstehenden Brexit und dem Aufkommen rechtspopulistischer Bewegungen und Parteien, gepaart mit der ungelösten Flüchtlingsfrage, der immer noch schwelenden Wirtschafts- und Finanzkrise sowie der neuen Unberechenbarkeit der USA in den Internationalen Beziehungen, stellt sich die Frage, ob die EU, das europäische Projekt, das vor fast 70 Jahren mit so viel Elan begonnen wurde, an sein Ende gekommen ist.

Siebo Janssen wurde schon mehrmals vom Informationssender Phönix für den Problembereich Europa als Experte eingesetzt.

 

18. April: Wie ist der Anlauf der neuen GROKO zu sehen?

Man hat mir schon öfter gesagt, du bringst von allen Bilder, nur dich sieht man nie. Diesen Menschen kann geholfen werden.

Wilfried Hahn

Die oberbergische SPD-AG 60 plus sehe ich inzwischen als meinen eigentlichen Ortsverein an; hier wird regelmäßig getagt und immer am gleichen Ort. Und alle Themen, die wir für wichtig halten, werden diskutiert, außerhalb von unserer AG gefällt das nicht immer. Dort ist man vielfach der Meinung, wir sollten nur Themen bearbeiten, in denen es um alte Menschen geht. Doch solche Grenzen akzeptieren wir nicht.

Den Weg zur neuen GROKO haben wir intensiv begleitet und sind nicht wenig wütend, dass die lange Zeit bis zur Regierungsbildung durch nachlässige (oder gezielte) Presseberichterstattung allein der SPD angeheftet wird. Das völlige Versagen von CDU/CSU, der FDP und Bündnis 90/Grüne kommt in den Nachrichten nicht mehr vor. Kurz vor der Adventszeit, also zwei Monate nach der Wahl zum Bundestag, erfolgte durch die FDP der Abbruch. Und die SPD stand nicht von nun auf jetzt bereit, für das Versagen der Anderen in Anspruch genommen zu werden.

Unsere Kerntruppe im Sonnenschein vor dem malerischen Brucher See

"Wie ist der Anlauf der neuen GROKO zu sehen?", so diesmal unser Hauptthema. Heiko Maas als Außenminister, Katarina Barley als Justizministerin und Hubertus Heil als Arbeits- und Sozialminister hätten sich als Sozialdemokraten schon deutlich zu erkennen gegeben, , so die Meinung. Vor allem die Forderung , dass man ohne Begründung aus einem Teilzeitvertrag die Voll beschäftigung verlangen kann, wurde als wichtig angesehen. Heil solle nur ja durchhalten und nicht zu viele Ausnahmen zulassen, so unsere Meinung.

Klaus Heilmann aus Lindlar konnte von einer Veranstaltung berichten, auf der Herta Däubler-Gmelin, langjährige Bundestagsabgeordnete und von 1998 bis 2002 Bundesjustizministerin, die Referntin aufgetreten war. Klaus hatte die Gelegenheit genutzt und bei Herta Däubler-Gmelin nachgefragt, ob sie unsere SPD-AG besuchen könne. Er erhielt eine glatte Zusage.

Vorsitzender Klaus Krebber ermunterte alle, Augen und Ohren offen zu halten, wenn es für unsere AG eine Besonderheit geben könnte. Und er gab bekannt, dass am 28. April 2018 von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr in Lindlar, Borromäusstr. 1 (Ratssaal "Altes Wasserwerk") die Kreis-SGK ein kommunalpolitisches Grundlagenseminar anbiete. Interessierte Bürgerinnen und Bürger seien herzlich eingeladen. Und dazu dürften wir uns auch zählen.

21. März: Die Versorgungssicherheit von Strom und Gas

Sie alle wollten am 21. März in Rogers Restaurant am Brucher See über den Tellerrrand des Oberbergischen hinausschauen. Die Versorgungssicherheit von Strom und Gas war das Thema der oberbergischen SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus. Es bestand Einigkeit, dass allenfalls in Fachkreisen die Versorgungssicherheit als Problem gesehen würde. Dass es die Elektrizität gibt, die uns heute in so vielfältiger Weise zur Verfügung steht und das Leben angenehm macht, wird von der breiten Öffentlichkeit als selbstverständlich angesehen.

Rainer Maedge aus Köln war zu diesem Thema ein engagierter und kompetenter Berichterstatter. Ab 1975 gehörte Maedge dem Landtag in Düsseldorf an und hat in dieser Zeit auf Bitten von Günter Schulz, dem damaligen SPD-Kreisvorsitzenden, die SPD mit Informationen versorgt und zur Lösung von Problemen beigetragen. Damals hatte die SPD weder im Landtag noch im Bundestag einen Abgeordneten. Heute ist Maedge als Berater mit dem Anspruch "Wege zur Akzeptanz finden" tätig. Der weit in der Nordsee über Windkrafträder erzeugte Strom müsse bis nach Sachsen und Bayern gebracht werden. Jeder sei für diesen ökologisch und nachhaltig erzeugten Strom. Aber doch bitte nicht über mein Grundstück, so Maedge.

Wenn Seehofer fordere, nur noch Erdkabel für den Stromtransport zu verlegen, übersähe er, dass diese Bauweise sieben Mal teurer sei als Hochspannungsleitungen, und in der Landschaft entstände eine Schneise, auf der keine Bäume wachsen dürften. Iin Bayern meinte man noch vor wenigen Jahren - und so auch Seehofer -, auf den Öko-Strom aus dem Norden verzichten zu können, weil man sich selbst versorgen wolle. Dabei wussten die Bayern schon damals, dass es sich um eine bundesweite Stromtrassen-Planung nach einem Bundesgesetz handelt und die Bayern sich nie hätten autark mit Ökostrom versorgen können. Das wäre nur über unendlich viele neue "Windmühlen" und Wasserkraftwerke möglich die aber mit Sicherheit am Widerstand der Bevölkerung gescheitert wären. Maedge schloss mit der Prognose ab, dass einige Kraftwerke, die mit fossilen Brennstoffen betrieben würden, bleiben müssten, um jederzeit und überall Strom zur Verfügung zu haben.

Maedge berichtete auch kurz über sein ehrenamtliches Engagement bei den Kölner Haien, wo er schon über viele Jahre Präsident ist. Er warb sehr dafür, dass man sich für Ehrenämter zur Verfügung stellen solle. Und er outete sich noch als Fan vom VfL Gummersbach. Die Spiele dieser Mannschaft begleite er mit großen Interesse.

Die 60-plus-Leute wurden wie immer von Anne sehr freundlich und flott bedient. Sie kennt uns inzwischen und weiß, wer Apfelschorle und wer Kaffee bekommt. Und Anne scheut sich auch nicht, die eine oder andere treffende Bemerkung loszulassen, wenn die Diskussionen zu hektisch werden.

Wilfried Hahn

 

21. Februar: Diskussion über Groko und mehr

Liebe Genossinnen und Genossen, entschuldigt bitte, dass ich diesmal in Ich-Form berichte. Aber da ich selbst zweimal vorkomme, wäre ein Text in der dritten Person blöd.

Am 21. Februar haben wir uns wieder in Rogers Restaurant versammelt. Es waren Mitglieder aus acht Ortsvereinen erschienen. Besonders freute uns, dass mit Anneliese Knebel, Heiner Toennie und Kurt Lindlar neue Teilnehmer begrüßt werden konnten, die auch sofort engagiert und kompetent mit diskutierten. Unser Vorsitzender Klaus Krebber konnte von einer üppigen Anzahl neuer über 60-Jährigen berichten, denen er ein Begrüßungsschreiben geschickt habe.

Ich wurde beauftragt, für unsere Mitglieder in Zusammenarbeit mit dem Heinz-Kühn-Bildungswerk ein fünftägiges Berlinseminar für November 2018 vorzubereiten. Kreisvorsitzender Thorsten Konzelmann stimmte schon zu, dass das Teilnahmeangebot parteiöffentlich ausgeschrieben werden kann, falls sich zu wenig Teilnehmerinnen und Teilnehmer anmelden sollten.

Weiter wurde ich beauftragt, Berichte dieser Art 60plus in Arbeit zu verfassen. Der Verteiler an unsere Mitglieder und die Ortsvereinsvorsitzenden, soweit über eMail erreichbar, fand einhellige Zustimmung. Gerd Klockner aus Wipperfürth sah den Wert vor allem darin, dass so auch alle informiert werden könnten, denen die Teilnahme im Einzelfall mal nicht möglich sei.

Breiten Raum nahm die Diskussion über die Frage Große Koalition ja oder nein ein. Die Einzelmeinungen wurden heftig und kontrovers diskutiert. Klaus Krebber hielt sein breites Kreuz hin, um im Einzelfall Respekt vor der Meinung der Anderen zu fordern. Grundsätzlich kann ich vermelden, dass dieser Respekt von sich aus gewährt wurde und die Diskussion sehr sachbezogen verlief.

Aus den Meinungsäußerungen wurde deutlich, dass niemand mit einem innerlichen Hurra abstimmen wolle. Man bemerkte fortlaufend die Suche nach dem kleineren Übel.

Es gab keine Probeabstimmung. Die Meinungsäußerungen ließen aber erkennen, dass die hier versammelten Mitglieder der Oberbergischen SPD-Arbeitsegemeinschaft 60 plus für die Große Koalition stimmen wollen oder schon entsprechend abgestimmt hatten.

Gegen Ende der Diskussion verlas Dieter Kuxdorf aus Bergneustadt von seinem Smart-Phon eine Botschaft, die er vom SPD-Ehrenvorsitzenden Friedhelm Lulius Beucher erhalten hatte. Beucher, als Groko-Gegner bekannt, signalisierte seine Meinungsänderung. Für Neuwahlen fehle das Geld, frische Botschaften und das Personal. Unsere Wähler würden sagen, dass wir große Möglichkeiten gehabt hätten, diese aber durch ein Nein vertan worden wären, so Beucher. Deshalb würde er für den Eintritt in eine Große Koalition stimmen.

Wilfried Hahn