Mikroplastik-Verbot auf Kunstrasenplätzen? Konstruktive Lösungen sind gefordert!

26. Juli 2019 | Gesundheit und Sport, Kreisverband, Landes- und Bundespolitik

Das mögliche Verbot von Plastikgranulat auf Kunstrasenplätzen im Jahr 2022 durch die Europäische Union und dessen Auswirkungen auf die zahlreichen Vereine im Amateurfußball beunruhigt derzeit viele Sportvereine im Oberbergischen Kreis.

Die Europäische Chemikalienagentur (Echa) prüft derzeit die Auswirkungen von Mikroplastik. Im Fall der Kunstrasenplätze geht es konkret um das Auffüllen mit Granulat. Am Ende der laufenden Konsultationen könnte ein Verbot des Nachfüllens durch die EU stehen und ein Umbau von möglicherweise tausenden Plätzen notwendig werden.

„Auf Antrag der SPD-Fraktion hat sich der Sportausschuss in seiner jüngsten Sitzung mit der Thematik befasst“, erklärt Rainer Bischoff, sportpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW. „Wir hoffen, dass auch weiterhin an einer konstruktiven Lösung für die betroffenen Vereine gearbeitet wird. Wir fordern Staatsekretärin Andrea Milz und Ministerpräsident Armin Laschet auf, sich auf allen Ebenen für lange Übergangsfristen einzusetzen und die Vereine beim Austausch des Granulats durch verträglichere Stoffe wie Sand oder Kork zu unterstützen.

Bundesweit sind rund 6.000 Sportplätze betroffen. Ein mögliches Verbot von Mikro-Plastik betrifft nicht nur den Fußball, sondern viele andere Sportarten ebenfalls. Die Sportgemeinschaft muss hier zusammenstehen. Der Sport darf nicht gefährdet werden. Wir gehen davon aus, dass die Landesregierung im Falle des Verbots den Vereinen finanziell unter die Arme greifen wird.“

Der Deutsche Fußball-Bund fordert zudem einen Bestandsschutz für die mit dem Mikroplastik bedeckten Spielfelder.

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