Einsatz für Behinderte und Inklusion

13. März 2019 | Familie, Jugend & Soziales, Ortsvereine

SPD zeichnet Ulla Osberghaus als Wipperfürtherin des Jahres 2019 aus

Rund 100 Gäste aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik waren am Sonntagvormittag zur Verleihung der Auszeichnung Wipperfürtherin des Jahres 2019 gekommen. Seit 2009 verleiht der SPD-Ortsverein die mit 500 Euro dotierte Auszeichnung. In diesem Jahr wurde mit dem Preis das jahrzehntelange ehrenamtliche Engagement von Ulla Osberghaus von den VSG Wipperfürth gewürdigt.

Unter den Besuchern der Veranstaltung, die musikalisch von der Dozenten-Band der Musikschule gestaltet wurden, waren auch Wipperfürths Ehrenbürger Hans-Leo Kausemann, der Präsident des Deutschen Behindertenverbandes Friedhelm Julius Beucher, die stellvertretende Bürgermeister Regina Billstein, Ursula Mahler, stellvertretende Landrätin, Torsten Konzelmann, Kreisvorsitzender der SPD, Heidrun Schmeis-Noack, Kreis-Geschäftsführerin der SPD und Wipperfürths SPD-Fraktionschef Frank Mederlet.

Ralf Wurth, Vorsitzender der Wipperfürther SPD begrüßte die Gäste im Pfarrzentrum und besonders auch die bisherigen Preisträgerinnen. „Diese Auszeichnung dient nicht nur der Preisträgerin, die SPD möchte allen Frauen hier eine Stimme geben“, so Billstein, die als stellvertretende Bürgermeisterin das Engagement von Osberghaus würdigte. Sie stellte die Preisträgerin als leuchtendes Beispiel für praktizierte Inklusion vor. Berührungsängste seien fehl am Platz und Inklusion, als ständiger Prozess, funktioniere nur mit intensiver Netzwerkarbeit. Auch die Preisträgerin bestätigt, dass ihr Wirken nicht so erfolgreich gewesen wäre, hätte nicht ein sehr aktives Team die Vereinsarbeit mitgetragen. Viele Jahre hat sich Osberghaus ehrenamtlich im Vorstand des Vereins für Sport und Gesundheit (VSG), der als Versehrtensportgemeinschaft gegründet worden war, engagiert, davon 20 Jahre als Vorsitzende. Der Verein hatte sich schon früh auch für Menschen ohne Behinderung geöffnet und somit die Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung ermöglicht. Ende 2017 löste sich der Verein auf.

Die Laudatio hielt Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbandes VdK und zwölffache Siegerin bei den Paralympics. „Frauen gleichgestellt, sind den Männern überlegen“, zitierte die Sportlerin den griechischen Philosophen Sokrates. Es sei wichtig, Frauen auszuzeichnen, die gerne Verantwortung übernehmen und sich nicht verstecken. „Trauen Sie sich die Rampensau zu sein“, rief Bentele den Frauen im Saal zu. Nur durch lautstark engagierte Menschen sei der Sport für alle möglich und funktioniere die Lösungssuche für Barrierefreiheit. „Sport heißt Brücken zu bauen und genau dafür werden Sie, Ulla Osberghaus, heute ausgezeichnet“, dankte die blinde Biathlon- und Skilanglaufsiegerin. Auch Annemarie Kollenberg, die Vorsitzende des VdK Wipperfürth würdigte das Engagement von Osberghaus, die sich für die Auszeichnung herzlich bedankte.

Seit 1994 war Ulla Osberghaus Vorsitzende des „Vereins für Sport und Gesundheit – Rehabilitations- und Behindertensport Gemeinschaft Wipperfürth, Lindlar und Umgebung“. Ab 1994 war sie im Vorstand und ab 1995 auch als Übungsleiterin für Reha- und Behindertensport aktiv. Ende 2017 wurde der Verein nach Mitgliederbeschluss aufgelöst. Schon 1960 nahm der Verein nichtbehinderte Familienmitglieder auf ab 1962 gab es eine eigene Kindergruppe. Bewohner von Haus Agathaberg wurden beim Bosseln integriert, Betreute der Oberbergischen Gesellschaft für psychisch Behinderte (OGB) wurden für Gymnastik und Wassergymnastik begeistert.

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