Intensive Diskussion zur Frühförderung

19. Juni 2019 | Familie, Jugend & Soziales, Gesundheit und Sport, Kreistagsfraktion

Der Kreisausschuss für Gesundheit und Notfallvorsorge tagte in der jüngsten Sitzung auf Veranlassung seines Vorsitzenden Wolfgang Brelöhr (Kreistagsmitglied für Ründeroth) im St. Josef-Krankenhaus.

Dr. Hanno Krieg (ärztlicher Direktor) und Christian Lüder (kaufmännischer Direktor) stellten ihre Klinik und ihre Schwerpunkte, wie z.B. die Geriartrie oder die seit Jahren bekannte Orthopädie im Ortsteil Grünscheid vor. Bei einem Rundgang stellten Lüder und Krieg dem Ausschuss die neu angebauten Stationen vor und verdeutlichten die Besonderheiten einer geriatrischen Abteilung.

Schwerpunkt und Anlass für intensive Diskussionen waren die möglichen und befürchteten Auswirkungen des Bundesteilhabegesetzes auf die Frühförderung in Oberberg. Als interdisziplinäre Frühförderstellen helfen die beiden Häuser in Wiehl-Oberbantenberg und Wipperfürth bisher den Eltern ohne Antrag oder Eigenanteil. Es reicht eine Überweisung des behandelnden Arztes.

Mit einem Team vieler verschiedener Heilberufe behandeln die Einrichtungen Kindern mit Entwicklungsverzögerungen, drohenden oder vorliegenden Behinderungen.

Dr. Roland Adelmann forderte für die SPD-Fraktion den Erhalt der niederschwelligen Versorgung durch die beiden Einrichtungen und warnte vor einer Leistungsverschlechterung für die Familien. Der Ausschussvorsitzende Wolfgang Brelöhr schlug eine gemeinsame Resolution für die nächste Kreistagssitzung am 04.07.2019 vor. Alle Fraktionen prüfen die Unterstützung einer solchen Resolution.

Frau Dr. Elvermann (Leiterin des Gesundheitsamts) berichtete über die weitere Entwicklung der Maserninfektionen und die angekündigte Aufklärung in Schulen gemeinsam mit dem Verein „Impf dich“ – www.impf-dich.org.

Weiterhin stellte sich Frau Dr. Möltgen als Projektleiterin des für die Versorgungsstrukturen wichtigen „Oberberg FAIRsorgt“ vor. Zum Abschluss der Sitzung berichtete der Vorsitzende von der Personalaufstockung in der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen in Gummersbach.

Auf Antrag der SPD-Fraktion wurde der Zuschuss der Krankenkassen und des Kreises erhöht. Dadurch ist nun eine deutlich bessere Unterstützung der etwa 150 oberbergischen Selbsthilfegruppen möglich.

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