SPD-Frauen in Oberberg kritisieren Ausstieg aus der Istanbul-Konvention durch die Türkei

27. März 2021 | Europa, International

Foto: Colourbox

Seit Anfang März brodelt es in der Türkei: Erst legt Präsident Recep Tayyip Erdogan die digitalen Plattformen an die Kette, dann kündigt er die Istanbul-Konvention des Europarats auf. „Diese Kündigung ist für alle in der Türkei lebenden Frauen ein Schlag ins Gesicht“, sorgt sich Anne Pampus, Mitglied im oberbergischen SPD-Kreisvorstand, um die Frauen. „Frauen in der Türkei sind damit ab sofort Gewaltausübungen an Leib und Seele, insbesondere auch im häuslichen Umfeld, ausgeliefert. Sie können geschlagen und getötet werden – und die Täter werden nicht zur Rechenschaft gezogen.“ Sie fordert daher: „Unsere Regierung muss sich entschlossen und wirksam gegen die menschenverachtende Politik des türkischen Präsidenten stellen.“

Das Kreisvorstandsmitglied Daniela Kämper zeigt sich entsetzt: „Die Menschenrechte und in diesem Fall die Rechte der Frauen werden in der Türkei mit Füßen getreten. Dabei hat Präsident Erdogan das Abkommen vor zehn Jahren selbst unterschrieben.“ Mit der Istanbul-Konvention haben sich die unterzeichnenden Staaten dafür ausgesprochen, Mädchen und Frauen durch Gesetze und entsprechende staatliche Einrichtungen gegen jegliche Form der Gewalt zu schützen. „Wir erklären uns solidarisch mit allen Frauen und Mädchen in der Türkei beim Kampf um ihre Rechte“, sind sich die Frauen im Kreisvorstand einig.

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