SPD Gummersbach richtet den Blick auf die Zukunft der Mobilität

5. Oktober 2018 | Ortsvereine

Podiumsdiskussion über die Zukunft der Mobilität im Oberbergischen | Bild: © VRD - Fotolia.com

Auf ihrem Jahresempfang lud die SPD Gummersbach am Donnerstagabend zu einer Podiumsdiskussion über die Zukunft der Mobilität im Oberbergischen. Die Gäste waren Karl-Otto Schiwek, Vorstandsmitglied des Vereins „Mobiles Aggertal“, Frank Röttger, Geschäftsführer der Aggerenergie, Karl Heinz Schütz, Geschäftsführer der OVAG und Michael Vogel, Geschäftsführer des Nahverkehrs Rheinland.

Moderiert wurde die Veranstaltung durch den Sprecher der Kreistagsfraktion der SPD im Kreisentwicklungsausschuss, Frank Mederlet. Neugierig lauschten ca. 80 anwesende Gäste den Experten.

Der Empfang wurde von Sven Lichtmann, dem Vorsitzendem der Gummersbacher SPD, eröffnet. Dabei betonte er, wie wichtig eine zukunftsgewandte Politik, gerade auch in Bezug auf die Mobilität sei. „Alle gesellschaftlichen Gruppen müssen am Leben teilhaben“, so Lichtmann. Die Möglichkeiten, die Fortschritte in Antriebs- und Verkehrstechnologien bieten, müssen dabei konsequent genutzt werden.

Frank Röttger betonte: „Es ist nicht damit getan einfach nur ein E-Auto zu kaufen“. Vielmehr benötige es auch der passenden Infrastruktur mit entsprechenden Stromnetzen und ausreichend Ladesäulen. Herr Schütz merkte an, dass im Gegensatz zu den PKW die Technologie, besonders bei den Batterien, noch nicht ausgereift sei und daher ein Umstieg auf Elektrobusse noch nicht praktikabel. Die Strecken der einzelnen Buslinien würden die Reichweite übersteigen. Es gab dafür aber Fortschritte in anderen Bereichen zu vermelden.

Eine Machbarkeitsstudie bezüglich des Ausbaus der RB25 befinde sich auf dem Weg. In ihr werden die notwendigen Maßnahmen zum Ausbau der Trasse nach Köln eruiert. Teil davon seien Möglichkeiten des teilweisen zweigleisigen Ausbaus und der Elektrifizierung aber auch ein genauer Blick auf bestehende und zukünftige Nadelöhre solle so eröffnet werden.

Michael Vogel wies auch auf das „Bündnis oberbergische Bahn“ hin dem jeder beitreten und es unterstützen könne um den Ausbau voran zu treiben. Das Zielnetz des NVR 2030 beinhaltet dabei im Zuge der Umstellung des Regionalbahn- auf einen S-Bahnbetrieb einen Zwanzig-Minuten-Takt zwischen Gummersbach und Köln sowie die Einrichtung Regionalexpresszügen, d.h. Schnellzugverbindungen.

Ebenso wie die „Big Player“ der Mobilität in Oberberg war mit Herrn Schiwek der Verein „Mobiles Aggertal“ als Leuchtturmprojekt ehrenamtlicher Fahrdienste in Oberberg vertreten. Ziel ist es durch freiwillige Mitarbeiter die Mobilität besonders älterer Menschen zu garantieren, denen im ländlichen Raum der Fußweg zum Einkauf oder zu gesellschaftlichen Veranstaltungen schwerfällt. Die Unterstützung im Alltag garantiert hierbei die Teilnahme am alltäglichen Leben und soziale Kontakte, was mindestens genauso wichtig ist wie die Erledigungen selbst sei.

An die Diskussion anschließend wurde bis weit in den Abend hinein über die Politik in Ort, im Kreis und natürlich auch im Bund gesprochen oder sich mit den weiterhin Rede und Antwort stehenden Experten ausgetauscht. Zur Musik von Red Martini fand der Abend so bei Kaltgetränken und Buffet einen würdigen Ausklang. Die SPD Gummersbach dankt an dieser Stelle noch einmal den Experten und dem Moderator sowie allen Anwesenden für diese gelungene Veranstaltung.

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